Bauphase

Der gebirgige Binnenstaat Kirgisistan hat eine Landesfläche von ca. 200.000 km² und etwa 5,5 Millionen Einwohner. Das Land grenzt im Südosten an China, im Norden an Kasachstan, im Südwesten an Tadschikistan und im Nordwesten an Usbekistan. Von kirgisischem Territorium umgeben liegen mit SoʻxShohimardonChong-Kara undJangail vier usbekische Enklaven und mit Kairagach und Vorukh zwei tadschikische.

Kirgisistan liegt im Hochgebirge des Tianshans und erreicht mit dem 7.439 m hohen Dschengisch Tschokusu die größte Höhe. 94 % der Landesfläche ist gebirgig, nur auf 20 % der Fläche ist das Betreiben von Landwirtschaft möglich.[9] Geologisch ist der Tienshan ein junges Gebirge (Känozoikum), weshalb die Berge in Kirgisistan dominant und schroff aufragen und sich Täler tief einschneiden. Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem im Tschüital im Norden und demFerghanatal im Süden sowie in geringerem Maße in Bergtälern wie dem um den großen See Yssykköl(kirgis. Ысыккөл). Den südlichen Abschluss des Landes bildet die Gebirgskette des Alai, wo sie in dasPamir Gebirge übergeht. Zu den bedeutendsten Flüssen des Landes gehören der Naryn, der Tschüi und der Talas. Kirgisische Flüsse speisen auch den großen zentralasiatischen FlussSyrdarja.

Gorki-Gipfel im Tianshan-Gebirge
Pferde in der kirgisischen Steppe

Der Tianshan ist ein tektonisch aktives Gebirge, weshalb Erdbeben häufig vorkommen. Im Jahr 2008 fand in Kirgisistan ein schweres Erdbeben mit mindestens 72 Toten statt[12], im Jahr 2011 gab es ein Erdbeben im Ferghanatal mit mindestens 13 Toten.[13] Durch die große Reliefenergie, der starken Seismizität und vom Menschen verursachten Landnutzungswandel treten immer wieder schwereMassenbewegungen[14] mit zahlreichen Todesopfern auf.[15][16] In den Gebirgen Kirgisistans gibt es ca. 2.200 Gletscher, die im Zuge derglobalen Erwärmung ebenfalls im Rückzug begriffen sind. Immer häufiger stellen durch den Gletscherrückgang gebildete Gletscherseen eine Gefahr dar, da sie hoch oben im Gebirge gebildet werden und bei zunehmender Wasserhöhe ausbrechen können und damit ganze Täler überfluten.[17]

Bis in eine Höhe von 1.500 m besteht das Land aus Steppe, die allerdings durch weitläufige Bewässerungssysteme urbar gemacht worden ist. Ab 1.500 m herrschen alpine Wiesen und Weiden vor, die bis an die Schneefelder und Gletscher heranreichen. Die Wälder befinden sich in Höhenlagen von 1.500 bis 4.000 m ü. NN und beherbergen etwa 120 Baum- und Straucharten. Mit nur vier Prozent Waldfläche ist Kirgisistan eines der waldärmsten Länder Asiens, jedoch befindet sich im Gebiet Dschalalabat der größte Walnusswald der Welt.[18]

Klima

Das Klima Kirgisistans ist von trockenen und kontinentalen heißen Sommern und von kalten Wintern geprägt. Die täglichen Temperaturschwankungen sind erheblich.

Im Süden des Landes werden im Sommer Temperaturen von 45 °C gemessen, während im Winter die Temperaturen auf minus 18 °C fallen können.

Tiere und Pflanzen

Trotz seiner geringen Waldbestände beherbergt Kirgisistan die größten Walnusswälder der Welt. In den Wäldern leben RehBärMarderWildschweinWolf und Luchs. In den Hochlagen gibt es die höchst seltenen Schneeleoparden und Marco-Polo-Schafe. Die Schneeleopardenpopulation brach aufgrund massiver Wilderei in jüngerer Zeit stark ein. Unter anderem durch die vom NABU Kirgistan, dem Innen- und Umweltministerium, eingesetzte Anti-Wilderereinheit BARS gingen die Jagd und der Handel mit geschützten Arten zurück.Murmeltiere sind in den Hochwiesen weit verbreitet, und seit dem Zusammenbruch der sowjetischen Massenweidetierhaltung dringen Wölfe wieder in wachsender Zahl in die Weidegegenden ein.

Die Vogelwelt trägt der gebirgigen Lage des Landes Rechnung. In höher gelegenen Landesteilen leben vor allem Greifvögel wie beispielsweise Schwarzmilane (Milvus migrans),Gänsegeier (Gyps fulvus) und verschiedene Adler- und Falkenarten. Seit Mitte der 80er Jahre wandert der Hirtenmaina verstärkt aus Indien nach Kirgistan ein. Vogelzug findet sowohl horizontal (von Norden nach Süden) als auch vertikal (von höher gelegenen Berggegenden hinab bzw hinauf) statt. Der Bienenfresser (Merops apiaster) ist in den Sommermonaten landesweit anzutreffen.

Ein Schutzgebiet, in dem die Hochgebirgsfauna des Landes geschützt wird, ist das Sarychat-Ertash-Naturreservat, das südlich des Issyk-Kul liegt.


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